Masterarbeit

"Methodensammlung für Unternehmensgründer: Planungshilfen von der Idee bis zum Geschäftsprozess."

(August 2007, FH Landshut, Prof. Dr. Thomas K. Stauffert)

1 Einleitung

„Wer mit verbundenen Augen versucht, den Berg zu erklimmen, wird am Ende den eigenen Absturz erzwingen! - Ohne Planung wird es schwer.“ ([Fuchs], S. 100) ... eine der Todsünden der Existenzgründung.

Eine Existenzgründung und die damit verbundene Firmengründung „unternehmen“ die meisten Menschen nur einmal im Leben; zumindest ist die erste sicher die Schwerste, die Unsicherheit, wie man es am Besten macht, am Größten. Ziel ist es, möglichst erfolgreich zu Wirtschaften – am Anfang sorgfältig zu planen wird sich auszahlen.

Wenn man als Projekt-, Systems-, Marketing- oder Qualitäts-Manager ein Unternehmen gründen möchte, wird man sich zur Planung der Methoden bedienen, die man aus dem eigenen Erfahrungsbereich kennt.

In der Planungsphase, und vielleicht noch länger darüber hinaus, hat der neue Unternehmer allerdings die Verantwortung für alle Rollen im neuen Unternehmen. Ergänzend zum eigenen Wissen wird es notwendig, die Sichtweisen der anderen „Teilnehmer“ der Unternehmung zu betrachten. Der Gründer muss u. a. entscheiden, welche Rollen er selber zukünftig übernehmen kann und welches Wissen er hinzukaufen muss.

Zum Thema Existenzgründung gibt es eine Fülle von Informationen. In der Regel setzt die tatkräftige Unterstützung ein, wenn es zur praktischen Umsetzung kommt. Am Anfang stehen aber nicht die Überlegungen, wie man das Unternehmen finanziert und wie man es rechtlich gründet, sondern Betrachtungen zur Gründungsidee. Das heißt analysieren, gewichten und bewerten und mit diesen Ergebnissen die Idee verfeinern oder verändern.
In dieser Arbeit werden anhand der verschiedenen Rollen interessante Methoden aus verschiedenen Bereichen vorgestellt, die verwendet werden können, um die Ziele, Chancen und Risiken einer Geschäftsidee zu untersuchen. Ziel ist, die Ergebnisse für einen Business-Plan und für den Aufbau von Geschäftsprozessen verwenden zu können. Auch für eine Kontrolle der ursprünglichen Ziele der Unternehmensgründung oder eventuelle Richtungsänderungen können die Methoden nach der Unternehmensgründung immer wieder eingesetzt werden.

Die Methoden sollen helfen, ein Unternehmen effektiv und effizient aufzubauen und zu führen, zu erkennen wie die richtigen Dinge richtig getan werden. (vgl. [Schmelzer], S. 2-4)